Feedback
Gästebuch
Forum
Solarflugzeug schafft Höhenrekord

Das Wachstumsdogma

Fast wie unter einem kollektiven Zwang wird von Politik, Gesellschaft und leider auch Wissenschaft noch immer ein festgesetztes Wirtschaftswachstum als Garant, ja beinahe als Synonym für mehr Wohlstand und Beschäftigung angesehen.
Die Sensibilität für die Fragwürdigkeit eines fortwährenden Wachstums ist nach wie vor erschreckend unterentwickelt.
Unter Wachstum versteht man dabei einen Zuwachs von einigen Prozent jährlich. Die Mathematik bezeichnet ein solches Wachstum als „Exponentielles Wachstum“. Die Dynamik und Dramatik exponentiellen Wachstums wird von Nichtmathematikern leider völlig unterschätzt.
So bedeutet eine – heute als moderat bzw. ungenügend geltende – jährliche Wachstumsrate von lediglich 2% eine Verdoppelung innerhalb von 35 Jahren, eine Verachtfachung nach 105 Jahren und nach 350 Jahren schließlich ein Anwachsen auf das Tausendfache des Ausgangsniveaus.
Es ist daher eine unbestreitbare Tatsache, dass exponentielles Wachstum früher oder später zum Zusammenbruch führen muss – ob früher oder später, hängt im Wesentlichen von der Wachstumsrate ab.
Daher ist es dringend erforderlich, die Mechanismen aufzudecken, die unsere Wirtschaft zum permanenten Wachstum verdammen, die dazu führen, dass ein bloßes Absinken der Wachstumsrate auf z. B. 1% - von einem Verharren auf konstantem Niveau ganz zu schweigen – bereits als Rezession bzw. Wirtschaftskrise empfunden wird.
 

Quelle: Solarbrief 3/02 des Solarenergie-Fördervereins

Nach oben?

Webmaster: Silvio Boenke